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Neben der Entwicklung von CD-ROM, DVD und Webprodukten werden auch Usability- und Accessibilitytests durchgeführt. Die Testverfahren reichen von normalen Heuristiken bis hin zu Thinking Aloud Tests und Co-Discovery Testverfahren. Dabei gibt es eine Spezialisierung von Testverfahren mit speziellen Zielgruppen wie blinden oder gehörlosen Personen.
In Usabilitytests wird durch ProbandInnen ein Produkt getestet. Während des Tests wird mitprotokolliert, ob und wie gut die ProbandInnen mit dem Produkt umgehen können. Eine beliebte Technik der Durchführung ist das so genannte "Thinking Aloud Protokoll". Bei diesem Test werden die ProbandInnen aufgefordert, ihre Gedanken, Gefühle und Meinungen zum Produkt laut auszurücken. Dabei beschreiben die ProbandInnen in der eigenen Begriffswelt, welche Probleme es bei einer Benutzung eines Produktes gibt. Es ist für Menschen unnatürlich laut auszusprechen, was sie gerade empfinden. Zusätzlich ist es bei gehörlosen Personen schwierig, die Gebärdensprache sprechen, da man zwingend eineN ÜbersetzerIn benötigt. Eine Untersuchung hat allerdings ergeben, dass das "Thinking Aloud Protokoll" mit Gebärdensprache ähnlich effizient ist, wie mit gesprochener Sprache. Bei der Methode "Co-Discovery" wird das unnatürliche Verhalten, des Ausdrückens der eigenen Gedanken umgangen. Das geschieht mit mindestens zwei Personen, die gleichzeitig ein Produkt testen. Indem sie gemeinsam ein Problem erarbeiten, kommunizieren sie miteinander und erzählen sich ihre Gedanken und Vorstellungen. Dadurch geben sie ebenfalls ihre Gefühle preis, aber in einem natürlicherem Prozess als bei dem "Thinking Aloud Protokoll". Ein Problem bei dieser Methode ist es, dass nicht eine "typische" BenutzerIn den Test vornimmt. Dadurch werden manchmal andere Lösungswege genommen als sie einE BenutzerIn alleine nehmen würde. Außerdem ist diese Methode aufwendig, da man durch dieses Problem nur mit großen ProbandInnen-Gruppen zu aussagekräftigen Ergebnissen kommt. Abgesehen von diesen Methoden gibt es außerdem noch das so genannte strukturierte oder semistrukturierte Interview. Bei dieser Methode werden ganz spezielle und vordefinierte Fragen von ProbandInnen erarbeitet. Oft geschieht das über Fragebögen. Die Vorteile dieser Methode liegen in der Vergleichbarkeit der Resultate sowie die Möglichkeit ohne ÜbersetzerIn arbeiten zu können. Das Problem bei dieser Methode ist, dass Personen, die mit Gebärdensprache aufgewachsen sind, geschriebene Sprache eher als eine Fremdsprache wahrnehmen und sie auch dementsprechend schlecht beherrschen. Darüber hinaus bekommt man ein eingeschränktes Ergebnis. Ausgehend vom Zweck des Usabilitytest sollte eine geeignete bzw. eine sinnvolle Mischung der Methoden gewählt werden. |



SignUsability 

Bestimmte Technologien können bei Probleme mit gehörlosen Menschen unterstützend wirken. Diese Technologien müssen auf die Erfüllung von Bedürfnissen der Zielgruppe getestet werden. Das kann durch sogenannte Usabilitytests geschehen.